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 11.03. 2015

Hi, everyone! It’s been a while since this place has seen any updates, we’re sorry about that. We’re up to our necks in the process of recording the follow – up to the Conspiracy – album, the first to see the Lobsters as a three – piece. As mentioned in the previous post, our little Blue Hospital Studio has received  some neat little updates, some analogue, some digital, so we’re in the comfortable position to keep writing as close  knit to the recording process as possible.

Once more The Captain is in charge of everything production – wise, so we move at a leisurely pace without any kind of pressure. It’s always hard for someone  involved in the making of a record to describe the direction and style of it, but I think, this time we pushed the boundaries a bit further. Maybe it’s to do with working as a trio or we simply grew a bit older and wiser :). Well, older definitively, but wiser? There might be a bit of a surprise for all those familiar with previous Tricky Lobsters – albums.

We intend to add some new sections to the website, including a place for tour – stories, a gear page and an archive so stay lobstrousely tuned. For information about our gigging activities, please go to LIVE.

Sarge

Hallo, alle zusammen, ist ’ne Weile her, das sich hier was getan hat und das tut uns leid. Wir stecken (wieder mal) bis zum Hals in der Produktion der neuen Scheibe, die erste, auf der die Lobsters als Trio agieren. Wie im vorherigen Post erwähnt, hat unser kleines Blue Hospital ein paar nette Updates spendiert bekommen, analoger und digitaler Natur, so dass wir Songs schreiben und sofort aufnehmen können. Der Kapptein sitzt einmal mehr am Aufnahmesteuer und so können wir uns gemütlich vorarbeiten ohne Druck von aussen oder finanzielle Hindernisse. Es ist immer ein wenig schwierig, über Richtung und Stil eines neuen Albums zu reden, besonders, wenn man involviert ist, aber ich denke, wir haben die Grenzen wieder ein wenig geschoben. Vielleicht hat’s was damit zu tun, dass wir ein Dreigestirn sind oder wir sind älter und weiser geworden:). Älter auf jeden Fall, aber weiser? Mag sein, dass es eine kleine Überraschung gibt für alle, die die älteren Lobsters – Scheiben kennen.

Wir würden der Website gern ein paar neue Sektionen spendieren, so zum Beispiel ein Ort für Tour – Stories, eine Equipment – Seite und ein News – Archiv, also bleibt gespannt. Alles was Gigs angeht, findet ihr hier.

Sarge

about

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Two caveman lookalikes and a smart clean-shaven boy scout type? One could think that the similarities with an American boy group are very distinctive but you couldn’t be more wrong. If the term “insider tip” wasn’t so drawn out, it could be repeatedly used to describe “Tricky Lobsters”. From noise to punk rock in the early years, from Rock’n’roll to the gnarly Sludge Blues rock on their latest output „The Blue Hospital Conspiracy“, their body of work includes pretty much everything with a noisy edge.

For their latest record „The Blue Hospital Conspiracy“, the three guys from Rostock, Germany brought in some high-profile support. Ex-Thumb and Alternative Allstars singer Claus Grabke not only produced and engineered the album but he even sang on it himself and Deutschrocker Sebel added some fiery Hammond sounds to some of the songs.

Widely unnoticed by the big media the Lobsters have gone their own way for the past 17 years and even though they haven’t made it big in the music business, they have never run out of breath in pursuing their own agenda.
For them it’s not about the destination, it’s all about the journey.

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Normalerweise werden diese Texte von „cleveren“ PR-Leuten geschrieben, die genau wissen, wie man eine Band präsentiert. Man gibt den Lesern das Gefühl, besagte Band sei es wert, die schwer verdiente Kohle in etwas zu investieren, was den Wiederverkaufswert von Dackelfürzen hat. Musik. Wenn man aber niemanden hat, den man fragen kann, ob er oder sie mal was Nettes über die eigene Band schreiben kann, muss man es eben selbst machen. Wobei man natürlich permanent Gefahr läuft, sich selbst neben den Stones oder Pink Floyd zu platzieren. Oder wenigstens neben Jesus. Rechterhand. Definitiv weit über dem Jugendblasorchester der Gemeinde Fickelwitz – Oberpiephausen (Ausbau). Ganz kurz unter Johnny Cash.
Also bleiben wir mal ehrlich.
Die Tricky Lobsters sind die letzte Inkarnation einer Idee, die 1996 entstand und seit dem irgendwie nicht tot zu kriegen ist.
Wir sind drei erwachsene Männer, die für etwas leben, von dem sie nicht leben können und das uns dennoch am Leben erhält. Rock’n’Roll!
Obwohl wir wie alle anderen Musiker dieser immer kleiner werdenden Welt Vorbilder haben, klauen wir nicht mehr als nötig von ihnen. Wie variabel kann man schon sein mit Bass, Schlagzeug und Gitarre?
Wir spielen laut, weil wir taub sind und alles andere für uns keinen Sinn macht. Viele Sachen machen für uns keinen Sinn, besonders, wenn man uns erzählen will, was Sinn macht. Ist wahrscheinlich eine milde Form von Altersstarrsinn.
Hätten wir früher auf all die „cleveren“ Leute gehört, wären wir wahrscheinlich schon tot / berühmt / reich oder müssten in den oberen Chartpositionen um die Luft zum Atmen kämpfen, wären kurz darauf reich / tot / berühmt gewesen und hätten nie machen können, was wir wollen. Und an dieser Stelle würde ein Text stehen, der Euch das Geld mit Anlauf aus der Tasche zieht. So aber steht hier der wirre Versuch, zu erklären, was unerklärbar ist, nämlich unser Leben.
Wir sind Musiker mit Leib und Seele und jeder, der uns live sieht, wird (vielleicht) verstehen, wovon wir reden.
Und wo wir stehen.

sarge

img_band_sarge_about

  • Vocals and guitar
  • Uses Orange and Marhall Amps, Reverend, Hagstrom and Sterling guitars, TC Electronics, Morley, Electro -Harmonix

With 19 years on lobstrous duty the longest- serving member of the band.

doc

img_band_doc_about

  • bass guitar and vocals
  • uses Ampeg and Marshall amps, ESP and Fender Basses, EBS and EHX pedals, Earthquake Wah

Member since 2002. Played guitar on every Tricky Lobsters album since „Hearts On Fire“, changed to bass shortly after long-time bassplayer Thunder Döring departed in 2012.

the captain

img_band_cpt_about

  • drums and vocals
  • uses Sonor drums, Zildjian and Istanbul cymbals, Vater sticks

Joined the Lobsters in 2000. Engineered several Lobsters albums and is considered the most talented Lobster in terms of all things audio and technical. Luckily he’s a skilled drummer, too.

Video

Strollers from „The Blue Hospital Conspiracy“ 2013

King Of The Jungle from „Dead Man’s Ball“ 2007

God Is Dead from „Black Songs“ 2009

 

 

 

CD / 12″ double Vinyl „The Blue Hospital Conspiracy“

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Release date 01.11.2013

  • Strollers 04:39
  • Shakin‘ Off The Heat 03:41
  • Suffering Soul feat. Claus Grabke 04:00
  • Black Soul/ White Lies 03:48
  • One Man Show 03:09
  • Little Brother 04:07
  • Shapers Of The Future 05:25
  • Conspiracy 03:03
  • How Not To Forget 04:53
  • The Dark Side Of The Sun 03:34
  • War 03:02
  • Dust 04:21

see also: http://trickylobsters.bandcamp.com/album/the-blue-hospital-conspiracy

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Stories

Stoned From The Underground 2015

Nichts vom Stoned From The Underground Festival gehört zu haben, mag vielleicht noch als lahme Entschuldigung durchgehen, aber wissentlich nicht teilgenommen zu haben wird demnächst mit Haarelangschneiden und DoomStonerSludgeZwangshören nicht unter zwei Jahren bestraft. Oder mit einem Dauerabonnement für’s HeleneFischerGedächtnisLutschen. Nur  so viel vorne wech.
Die Lobsters waren eingeladen, den Samstachreigen auf dem STFU um 15hundert auf der Main Stage einzuläuten. Und was für’n Gebimmel dat war! Aber dazu später mehr….

Erfurt ist in intergalaktischen Maßstäben ja nur einen Katzenwurf von Rostock entfernt,
aber die Möglichkeit, sich am frühesten Sonnabendmorgen ins Autobahngetümmel zu stürzen, damit man ausgeschlafen (?) um 1200 zum Soundcheck auf die Bühne stumpeln kann, wurde intern abgewählt. Und so sah Erfurt, die kleine große Stadt im Herzen der Umgebung von Erfurt, die Lobsters plus Lobsters – Support – Dreigestirn (Peter und der Wolf, Peter ohne Wolf und Hühamenakama) schon am Freitag anreisen, um in Frithjof Rödels (der Welt besser bekannt als Frithjof Rödel – Northern Lights und World Domination Gitarrist / Produzent) Atomino Studio Unterschlupf zu finden. Vorher gab’s allerdings noch einen kleinen Zwischenstop in einem kleinen Ort, an dessen Namen ich mich beim besten Willen nicht erinnern kann (und eine Band spielte, an deren Namen ich mich nicht erinnern will), wo ländliche Menschen mit viel Geld zu bezahlende Wildfleischprodukte anboten. Frithjof war auch anwesend, um uns sicher zu unserer bzw. seiner Bleibe zu geleiten. Zufälle gibt’s!

Frithjof’s Atomino Studio, wo wir die Nacht verbringen sollten, ist eine ehemalige Landschule, der man ihre Vergangenheit allenfalls von außen ansieht und auch das nur mit gutem Willen. Innen verbirgt sich ein clever ausgebautes, mit HiTech – und Analog – Wizardry ausgestattetes Aufnahmestudio. Zeit für eine ausgiebige Tour, die spät nachts in der geräumigen Wohnküche bei einem Kasten Käpp’n Peters sin Opa sin Lieblings – Rosen – Pils, (in Peter Newman’s und meinem Fall Kromberger AntiDummBier) endete. Beendungstute!

Erweckungstute um 08hundert30. Während Karschti nebenan ordnungsgemäss Ausweise und Fahrscheine kontrolliert, stumpeln alle anderen im FrüherVogelWurmfängerKostüm mehr oder weniger zielstrebig in Richtung Dusche und Küche, um am WasseraufnKoppUndFrühstücksritual teilzuhaben. Schnell gesehen, schnell geschossen, Frithjof und Familie Danksagung und und Good bye, Atomino!
Stoned From The Underground awaits!

Bei Ankunft auf dem Festivalgelände. Check in, shake hands, wo gib’s kaltes Bier?
Während Mercher Karschti in Begleitung einer netten jungen Dame vom Production Office unsere Obertrikotagen zum Merch – Stand transferiert (und ich ihm als treusorgender Merchroadie sein Bier hinterhertrage) ist Zeit für eine kurze Tour über das Gelände. Was sofort auffällt – keine Werbung! Kein Beck’sBummsEnergyDrinkRadioMTVivaKlamottenBanner weit und breit. Dafür zufrieden Grinsende, Matten, Peitschen und Bärte allerorten.
Mit dem warmen, sludge – fuzzigem Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, machen Peter und ich auf den Weg,….uns auf den Weg, um Rauchwaren zu ergattern, was sich schnell als DoppeltUndDreifachTour über’s Gelände entpuppt. Von Pontius zu Pilatus über OderAberÜberOberammergau…..Und dabei raucht Peter nicht mal!

Soundmann RePiet hat sich derweil mit seinem Arbeitsplatz vertraut gemacht und der Rest der Band hat schon mal angefangen, das Schwere Gerät auf die Bühne zu wuchten. Wie kommt’s, das ich das immer verpasse?
Die Main Stage bietet genug Raum, um ein hundertköpfiges Kosakenorchester mit angeschlossener Reit – und Gartenschau unterzubringen und so versuchen wir, soweit wie möglich zusammenzurücken, um uns im späteren Livegeschehen nicht aus den Augen zu verlieren. Das Angebot, meine Amps auf das festivaleigene Double Full Stack zu stellen (siehe Foto auf unserer FaceBuhu – Seite), nehme ich zuerst dankend an, nur um später mit Peter zu entscheiden, dass wir das mal lieber bleiben lassen und in bester Stadionrock – Tradition nur die unteren Cabs anzuschließen. Wer jemals seine Lauscher direkt vor eine Gitarrenbox gehalten hat, wird wissen, was ich meine. ICEPICK!
Der Käpp’n hat sich mittlerweile ebenfalls für die ortsansässigen Drums entschieden und auch Doc hat seine beiden Kumpels Ampeg und Burns auf hauseigene Boxen verfrachtet. Stagemanager Boris und seine Bühnen – und Monitorkumpels leisten ganze Arbeit und der Soundcheck (übrigens nicht immer gegeben bei Festivals dieser Größe)
darf sich entfalten. Anderthalb Songs später (sicherheitshalber keine von der aktuellen Setlist) hatten sich dann schon einige Angehörige vom Stamm der Festivalbesucher in „JetztGeht’sLoHos“ – Laune vor der Bühne eingefunden. Sorry, noch ca. 50 Minuten!
Kurz vor dem Auftritt vertraut Repiet uns an, dass er beim Soundcheck die nette, aber bestimmte Aufforderung bekam, Umbauten am geologischen Unterbau des Festivalgeländes via Sub-Bass – Unterstützung höflichst zu unterlassen.
Das Set selbst verlief dann ohne besondere Vorkommnisse, 40 Minuten, die sich leider nur wie 20 angefühlt haben, aber für uns zu den besten unser kurzen, fast zwanzigjährigen Karriere gehören. Danke, Stoned!
Was folgte, war ein Festivaltag extraordinaire, abhängen mit Chris von Gorilla Monsoon und Tony von Dynamite Roadkill (die übrigens indirekt dafür verantwortlich waren, ein lobströses Bandmitglied in den WirrWarrZustand versetzt zu haben, in dem wir uns früher fast ausschließlich befunden haben, schmunzel), unseren alten Freund Arne und Yvonne von Treedeon wiedersehen und großartigen Bands. Von mir als auffällig markiert: Monomyth aus den Niederlanden (mit deren Drummer, Keyboarder und Soundlady wir noch lange an der Hotelbar gehockt haben) und Rotor aus Berlin.
Merkwürdigerweise beides Bands, die sich nicht mit Gesang belasten :).
Schlussendlich ein Dank an die beste Crew der Welt, die einzige, die „lobströs“ im Namen führt. Danke, Peter, Danke, Peter, Danke, Karschti!
Tja, dann habem wir noch ein wenig geschlafen und dann hat Peter uns nach Hause gefahren. Schön.
Hab‘ ich was vergessen. Ganz sicher……..

Sarge

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6ter und 7ter Dritter, 2tausendFuff10
Cottbus / La Casa und Leipzsch / Bandhaus

Wenn sieben eine Reise machen, können sie gerne auch mal nur fünf sein. So geschehen am 6. und 7.3. im Jahre des Herren, den’s gar nicht gibt, 2015. Die fünf jungen Männer, von denen hier die Rede sein soll, sind natürlich eure lobströse Lieblingsreisegruppe: reiselustig, abenteuerlustig und lustig im allgemeinen und im speziellen sowieso und heißen Doc, der Käpp’n, Peter und der Wolf, der eigentlich Karschti heißt sowie Sarge, der eigentlich anders heißt.

Cottbus ist das erste Ziel der Lobstranten. Kapptein Peters freut sich, ist er doch im politischen und kulturellen Zentrum der Sorben in der Niederlausitz schon 1988 mehrfach durch Umfallen aufgefallen und hat so ganz nebenbei einhändig seinen Meister in Elektrokabellötenundverbinden gemacht. Lehre nannte man das wohl damals. Mercher Karschti merkte gerade an, dass er ein Jahr später als der Kapptein in Cottbus die ganze NVA verkörperte und im Stadion der Kreismeisterschaft im Uniformweitwurf beigewohnt hat (was er genau damit meint, ist momentan nicht aus ihm ‚raus zu kriegen, weil er mit Peter gerade Fische versenken spielt).
Doc fährt. Ich kuck. Musik musikt und Landschaft passiert.

Unser Cottbus / Leipzig – Landemodul für’s Wochenende ist siebensitziger VW Ford mit fünf Sitzen, der auf den Namen Hup King hört und sonst die Herrschaften von Country King durch die Gegend kutschiert und in dessen silbrig-grau-grüne (eigentlich bläulich-karmesinolive) Haut die seltsame Botschaft „Gerhardt Schni 918374637 Ebnath id. opf. upf. 183847373;) tel.“ tätowiert ist. Aber einem geliehenen Bus kuckt man nicht in den Vergaser, also ein RiesenDanke an die Kings, dass sie uns davor bewahrt haben, die „Heute Rostock, morgen die ganze Kröpeliner Straße“ – Tour auf’m Fahrrad zu bestreiten.

Während so einer Reise kann man natürlich die Hoden baumeln lassen und während der Bus gemütlich steht und uns die Erde unter den Rädern weggezogen wird, wandern meine Gedanken unweigerlich in Richtung Oothedoom, wo einer der finsteren Beherrscher und und leider momentan inaktiver Lobster der Ersten Stunde sein Unwesen treibt und ……, aber das ist wohl eine andere Geschichte.

Der Rest der Reise verläuft wie immer. Der Dickluftschneider ist im Dauerbetrieb, weil sich ein Crew – Mitglied (den wir aus Datenschutzgründen einfach mal Petra nennen wollen) in den Kopf gesetzt hat, Doc Hüpenbecker vom sauer erfurzten IchkannmachendassdieLuftandersriechtalssonst-Thron zu stossen.
Karschti und Petr, ähm, Peter haben Fische versenken aufgegeben und versuchen sich stattdessen in einer Runde Schiffe zersägen.
Business as usual.

Nach ein paar Stunden und vier Minuten ist Chosebuz in Sicht. Keine Zeit für Sightseeing (das verschieben wir auf morgen).
Die Bühne im La Casa hat an Höhe, was ihr an Breite und Tiefe fehlt und man wird das Gefühl nicht los, dass sie ursprünglich für die Bremer Stadtmusikanten konzipiert war, die ja bekanntlich ihr musikalisches Unvermögen durch artistische Einlagen verschleiert haben.
Aber da nur vegetarisches Essen und zuviel politisch korrektes Gedankengut die Lobsters vom Verrichten ihrer Pflicht abhalten kann, stellt der begrenzte Bewegungsraum kein Problem dar und bevor Karschti „Pog-a-grodel-fig“ sagen kann (wenn er denn wüsste, was es heißt) ist die Backline ordnungsgemäß verschachtelt auf der Bühne platziert.
La Casa-Owner Niko enpuppt sich als Mann von erlesenem Musikgeschmack und entspanntem Habitus und nach Pizza-Catering und Kellerhotelbesichtigung gibt’s für die anwesenden 15 – 20 Cottbusen Lobsters a la carte. Keine Party, die Lobstranten müssen früh raus.

Sonnabend 7.3. 08.15 Uhr
Während alle anderen im liegen sitzen und noch das Ohr am Puls der Traumzeit haben, mache ich mich leicht übernächtigt und in eine Wolke natürliches Keller – Patchouli gehüllt, auf den Weg, um Kaffee zu besorgen. Keine 50 Meter vom La Casa informiert mich ein netter Cottbusfahrer auf meine Frage, ob’s in der Nähe ein Kaffeespezialgeschäft mit implementiertem Backwarenhandel gäbe, dass ich offensichtlich blind wie ein Maulwerfer bin, da ich mit einem Bein fast hinter dem Thresen einer eben gerade hinter mir aufgetauchten Bäckerei stehe. Freundliche, hilfsbereite Menschen in Cottbushaltestellenhausen!

Die 200 km nach Leipzig verfiegen wie im Fuge, was teilweise der Tatsache geschuldet ist, dass ich gerade mit zwei L’s vergessen habe und das neue Reisespiel „Ortsnamen verpopeln“ heißt und wir aus dem Kichern nicht rauskommen, während der Hup – King sich durch Wutzwichs über Schwanzlutzschiera nach Stössich walzt und der Kilometerfraß uns unerbittlich in Richtung Leipzig treibt.

Leipzsch! Perle der Südsee und Heimat vieler Leipziger!
Das Bandhaus, wo wir heute mit Bonesetter, Pyrior und Pretending die Bühne teilen werden, liegt im nordwestlichsten Südosten der Stadt und ist leider noch unbemannt. Also folgt das angedrohte Sightseeing. Käpp’n Peters ist durch sein Mitwirken beim alljährlichen WellenGotikTreffen wohlbewandert in der örtlichen Infrastruktur und so latscht der lobströse Tross auf der Suche nach Zerstreung durch Leipzig’s garnicht mal so kleine Innenstadt. Hier die Kurzfassung: Da! Parkplatz! Wat? 10 Eu’s? Kapitalistenschweine! Oh, neue Uni! Ah, Gewandhaus! Will Keks un’n Kaffe! Will Schallpladdn kuckn! Da Trommel- tierschützerdemo! Da, Biergarten Moritzbastei! Scheiße, hat zu. Na, dann wenigstens Händewaschn. Lasst uns weiterfahren!

‚Ne Stunde später. Im Bandhaus läuft alles wie am Schnürchen. Dank Profischallereignissortierer Martin und dem Umstand, dass auf der Bühne keine Cottbusser Verhältnisse herrschen, ist der Soundcheck durch, bevor Backliner Peter „….es ist nich nur immer nehmen! Es ist auch geben lassen!“ sagen kann. Karschti hat zwischenzeitlich (wie immer heimlich und unbeobachtet) seinen Trikotagenstand aufgebaut, mit Peter schon mal ein paar neue Tanzschritte probiert, die Hausbar ausgetrunken UND wieder aufgefüllt und ganz nebenbei feinschleifende Hand an sein erstes Buch “ Die Fahrscheine, bitte! / Mit den Lobsters um die Welt“ gelegt.
Herrin des Bandhauses und des Abends ist eine sehr nette junge Dame namens Katja, deren Haartracht am Abend noch für Verwechslungskomödie sorgen wird. Von rechts blonde Marylin, von links nachthaarige Morticia A. Addams (geb. Frump).
Küchenchef Hannes hat alle Hände und Füße voll mit der Versorgung von vier Bands. Tonnenweise EinsA Pizza, exorbitanter Tomatensalat! Nebenbei feiert er seinen 22sten Geburtstag, der eigentlich der achtundoderneunundzweiteste ist. Volles Haus inne Köck! Die Duschen sind by default auf Cold As Ice eingestellt und da die Option Hotter Than Hell durch Nowhere To Be Found ersetzt wurde, ist Käpp’n Peters (wieder mal) der einzige Frischgeduschte, der die die Bühne für 40 Minuten lobströses AarrghBooomFizzleCrackSplashDankeSchönSupertschüss
betritt. Wie sagte Schon Rudi Klotz von den legendären Killed On X-mas:
„Wer nich stinkt, hat nich getourt!“ Oder zuviel geduscht.
Die Setlist ist heute stark gekürzt mit Rücksicht auf die nach uns auftretenden Bonesetter.

Backstage versammelt sich mittlerweile eine illustre Melange aus Musikern und Hauspersonal – durch die Bank nette und mitteilsame Menschen, in deren Mitte sich die Bommelanten ausgesprochen wohl fühlen. Die große „Jetz‘ trinken wir den Laden aus“ – Party bleibt auch dieses Mal aus, die Lobsters haben offenbar Gefallen am touren ohne Hangover Of Death Of Doom gefunden. Nicht, dass ich mich beklage……
Trotzdem spätes Lichtaus in dem größten Raum in dem wir je geschlafen haben.

Zusammenfassenderweise kann man sagen, dass das Leben schön ist, die Sonne geschienen hat, der Zustand der deutschen Autobahnen über jeden Vorwurf erhaben ist, Karschti und Peter die beste Crew der Welt sind und es trotz der hohen Streurate an Idioten immer noch nette Menschen gibt. Mehr als man glaubt. Danke an Niko und die La Casa -Crew, an Die Bandhaus – Crew, inbesondere Katja, Martin, Hannes und den netten jungen, älteren Mann mit Bart und Brille, dessen Name mir beim besten Willen nicht einfallen will und natürlich an alle, die uns gesehen haben und ihr Lehrlings,- Taschen,- Überbrückungs – oder Essengeld in die Lobsters investiert haben. Hoffe, wir sehen uns bald wieder.

Man verzeihe mir die leeren Floskeln und Schachtelsätze, nach drei
Jahren Tour – Story – Abstinenz is‘ eben schlecht Pfütze lecken…….

Sarge, Käpp’n Peters und Doc NochBlackbeard